Sorry, wenn ich mich nicht gemeldet habe, ich war ständig unterwegs, dazu kommt noch die Zeitverschiebung. Immer wenn ich mal Zeit hatte, mussten ja alle schlafen!!!!! (also um 3 Uhr Nachts..:-)
Der Reihe nach:
ANREISE 18. FEB 2010
München Flughafen: Security Check, drei Stunden vor Abflug Anwesenheitspflicht, untersucht bis fast auf die Unterhose. Die spinnen, die Amis.
Der Flug über den großen Teich war überraschend angenehm! Das persönliche Entertainment-System führte mich mit Filmen, Serien und Musik (natürlich amerikanischer Art) durch den 10 Stunden- Flug. Außerdem hatte ich doch tatsächlich einen freundlichen Herrn als Sitznachbarn. Er versorgte mich gleich mal mit Travel-Tipps über die Süd-Staaten. Mal schauen was ich umsetzen kann... Das Schlitzohr hat sich außerdem ein Häuschen in den USA gekauft. Ist ja anscheinend grade ein guter Zeitpunkt. Also, wer investieren will, meine Kontonummer kann gerne erfragt werden. Ich geb das Geld dann gerne für ne Hütte hier aus :-)
In Atlanta musste ich das Flugzeug wechseln. Dazu hatte ich 5 Stunden Zeit. Das reicht, um ausgiebig die Eigenheiten der amerikanischen Bundesbürger an einem der größten Flughäfen der Welt zu beobachten und Begegnungen der besonderen Art zu erleben.
Manche, ich sag mal, etwas besser gebaute Menschen schaufeln wie im Hollywood-Film die Burger und HotDogs in sich rein... Das hab ich übrigens auch mal gleich gemacht:
Hot- Dog "Chicago"
Nach einiger Zeit setzte sich ein in grün gekleideter Herr, Marke "Indiana Jones", ein paar Meter weiter neben mich und zwinkerte mir freundlich zu. Ich hab mir nichts weiter gedacht, aber plötzlich fauchte und knurrte es in seinem Handgepäck. Bei näherem Hinsehen entdeckte ich die Luftlöcher, durch die mich ein Tigerbaby ansah!! Nach längerem Anstarren des Tiers, fragte ich dann doch mal genauer nach und fand heraus, dass "Lukas" schon einige Reisen um den Globus hinter sich hat und für mehrere Filmaufnahmen auf der ganzen Welt eingesetzt wird. Aha.
Überall wird man freundlich angesprochen. Überhaupt sind hier alle SEHR freundlich, man kommt immer sofort ins Gespräch. Allerdings kann das nach 20 Stunden unterwegs und bei völliger Übermüdung ETWAS anstrengend sein...
Naja, schließlich bin ich am Donnerstag abend dann doch noch in New Bern angekommen, wo mich Stephan, mein Vorgänger bei BSH, abgeholt hat. Er hat mich gleich noch mit dem nötigsten aus dem WalMart versorgt. (Größe des WalMarts??? Eher enttäuschend, sorry Katmar, das gäbe keine interessanten Fotos. Da ist das Kaufland in Konstanz interessanter, naja okay vielleicht der Waffenladen in der hintersten Ecke könnte noch spannend sein. )
Und dann? Schlafen...
FREITAG 19. FEB 2010
Erstmal die Gegend erkunden. Wo bin ich überhaupt gelandet?
New Bern: Wie gesagt, Kleinstadt an der Küste von North- Carolina. Wirklich schön hier. Bei strahlendem Sonnenschein eine Runde gedreht. Meine Wohnung liegt in der Innenstadt (Downtown) fast direkt am Fluss. Ich habe Glück, denn in meiner Straße wohnen noch mehr Praktikanten, die sich super um die "Neuen" kümmern. Meine Wohnung teile ich mit einem netten indischen Mädchen, Lakschmir. Sie studiert hier in den USA und macht so etwas ähnliches wie ein BA-Studium hier bei BSH.
Der Rest vom Tag? Schlafen...
SAMSTAG 20. FEB 2010
Heute nahm mich ein Arbeitskollege, den ich am Abend zuvor kennenlernt hatte, mit zum Mittagessen. Mein erstes richtiges amerikanisches Diner (Wahrscheinlich ein erster Besuch von vielen...)
Oje, das mit dem Essen ist so eine Sache. Ich bin ja eigentlich kein Fast-Food-Fan. Aber hier kommt man nicht drumrum. Es gibt einfach nichts anderes!!!!!!!
Spontan machten wir dann noch zusammen mit ein paar Mädels von den Interns einen Ausflug an den Strand. Mein Kollege von vorher holte mich ab. Nein, es war keine normale riesige Dreckschleuder, die hier alle fahren. Nein, es musste eine Corvette Cabrio sein. Also gut. Wenns unbedingt sein muss.
Der Nachmittag am Strand war richtig schön. Sonne, Strand, Meer. Nach den kalten Tagen an Fasnacht ist das wie Urlaub!!
Am Abend gings (nach DVD- Schauen und kalifornischem Rotwein bei meiner Nachbarin) in eine der drei Kneipen von New Bern. Der Laden war voll mit BSH-Leuten. Also eine tolle Gelegenheit sich schon mal zu beschnuppern. Und sich mit der englischen Sprache anzufreunden. Der Süd-Staaten Akzent (ein breites Kaugummi-Kauderwelsch) ist für mich kaum verständlich, aber das wird sich hoffentlich in den nächsten Tagen bessern...
SONNTAG 21. FEB 2010
Shopping. Ich habe mich, mal wieder mit der freundlichen Hilfe von Stephan, mit allen wichtigen und unwichtigen Dingen des täglichen Lebens im WalMart ausgestattet. Der total übersüßte Geschmack der Lebensmittel ist wirklich gewöhnungsbedürftig... Wir sind aber auch noch in einen anderen Supermarkt gefahren. Er ist wirklich schön und hat tolle Sachen zu verkaufen. Es gibt sogar annähernd "richtiges" Brot! Allerdings mit ziemlich saftigen Preisen. Ich denke mal, es ist wie so oft: Die Mischung machts.
Abendprogramm: Spontan ins Kino mit zwei Interns, Phillipp aus Rosenheim und Georg aus Spanien. "Up in the Air" mit George Clooney. Unter normalen Umständen wäre es ein ziemlich langweiliger Film. Aber es ging ums ständige Rumreisen und unterwegs sein für den Beruf, weg von den Liebsten. Macht irgendwie nachdenklich.... Übrigens (fast) mit Happy End.
MONTAG 22. FEB 2010
Mein erster Arbeitstag! Morgens gabs erstmal eine ausführliche (...) Unterweisung in die BSH-Philosphie und die Sicherheitsanweisungen und eine kleine Werksführung (Aber wer sich mal von einem Personaler durch die Produktion hat führen lassen, weiß wie interessant das ist ;-)))))) Danach wurde ich von Stephan in die Welt des SixSigma eingeführt. Ich bin wirklich positiv überrascht! Gerechnet hatte ich ehrlich gesagt mit langweiligen Statistik-Auswertungen. Aber es sieht wohl so aus, dass ich Einblick bekomme in viele laufende Projekte im Bereich Kosten-, Qualitäts- und Prozessoptimierung über das ganze Werk. Außerdem bekomme ich im April eine sogenannte "Greenbelt"-Schulung, in deren Rahmen ich auch zwei eigene Projekte durchführen darf. Diese Zertifizierung ist wirklich super und macht sich gut im Lebenslauf... Meine neuen Kollegen sind auch sehr nett, ich bin mal gespannt, sie näher kennenzulernen.
Ja und am Abend war ich zum ersten mal im YMCA. Nein, dort laufen keine Cowboys, Indianer, Polizisten und Bauarbeiter rum. Es ist eher wie ein Sportzentrum mit Fitnessraum, Turnhalle und Schwimmbad. Sogar jetzt treffe ich dort schon bekannte Gesichter. New Bern ist ein Dorf:-)
Soweit fürs erste. Was als nächstes ansteht? Arbeit...

.... also das mit dem Personaler und der Werkführung will ich überhört haben :):)
AntwortenLöschenviele liebe Grüße vom Bodensee
Madeleine :)
Was sind denn das für tolle Auswahlmöglichkeiten bei den Reaktionen?? "Möp, Aha, Geil"? ;)
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