Die Zeit vergeht wie im Flug! Jetzt bin ich schon drei Wochen in den USA! Und es wird immer noch nicht langweilig :-) Ich habe mich mittlerweile eingewöhnt: Ich mag FastFood (es gibt hier ja immerhin eine ziemlich große Auswahl...), mit der Sprache komme ich solangsam auch zurecht und man nimmt amerikanische Gewohnheiten an. So zum Beispiel die südliche Gelassenheit. Warum sich über irgendwas aufregen? Oder warum pünktlich kommen, wenns auch ne halbe Stunde später sein kann? Beim Autofahren wird mir erst klar, wie entspannt das sein kann, sich morgens erstmal gelassen einen Kaffee im Dunkin Donut Drive Thru zu holen, bevor man sich auf den Weg Richtung Arbeit macht. Ich denke, ich habe die hier als typisch deutsch bekannte "aggressive" Fahrweise abgelegt, bringt einfach nichts und spart Sprit und Nerven...
Wenn man im Ausland ist, werden einem die "deutschen" Eigenschaften, die man ja selbst auch hat, erst richtig bewusst. Besonders hier bei BSH in New Bern, wo das obere Management fast komplett von Deutschen besetzt wird. Ein bekannter Spruch, unter den amerikanischen Arbeitskollegen gerne verwendet: "Nein, nein, nein..."
Die Arbeitsweise im Büro ist hier entspannt. Es gibt zwar immer was zu tun, aber es wird nicht gehetzt und gestresst, wie ich es sonst erlebt habe. Und wenn man was auswärts zu erledigen hat, macht man es halt schnell während der Arbeitszeit. Dafür wird aber auch mehr Zeit in der Firma verbracht. Und wenn man Arbeitskollegen auf dem Gang oder unten in der Produktion begegnet, ist immer ein freundliches Gespräch oder ein lustiger Sprucht drin...
Wochenende in Atlantic Beach
Eine Stunde Autofahrt entfernt liegt Atlantik Beach und Emerald Isle. Es ist wirklich schön am Strand, und ich denke im Sommer werden wir viiiiiiel Zeit dort verbringen.... Ich liebe den wunderbaren Sonnenuntergang dort.
Friendship!
Wenn ihr wissen wollt, wie wir uns hier manchmal fühlen: Schaut den Film "Friendship"
Nico, Sarah, Julia und Fabienne
Bei Bosch gibts ja nicht nur uns, die deutschen Praktikanten. Die amerikanischen Praktikanten machen hier so etwas wie ein BA-Studium, sind also ein paar Monate hier und dann wieder an der Universität.
Wir sind öfters mal mit ihnen abends unterwegs und sie zeigen uns, wo man so hingehen kann. Diesen Freitag waren wir beim Bowling. Nur eine Stunde Anfahrt, also quasi ums Eck...Ich bin das erste Mal eine größere Strecke mit meinem Auto gefahren! Sensationell. Mein Auto ist ein 1994 Mercury Grand Marquis. Es ist riesig! 4,8 l V8 Motor, Ledersitze, Unterbodenbeleuchtung und fetter Sound. Vorne passen zur Not sogar drei Leute rein. Da hab ich ja mal einen Griff gemacht...
Es ist perfekt um längere Strecken zu fahren und es ist das Standardauto von der Polizei und den Taxifahrern in den USA. Ohne Auto ist man hier sowieso ziemlich aufgeschmiessen. Man kann sein Haus kaum verlassen, denn Gehwege oder geschweige Fahrradwege sind quasi nicht existent und öffentliche Verkehrsmittel gibts hier nicht. So ist das erste was ich nächste Woche noch machen muss: Führerschein und Versicherung abschliessen... Ich denke, ich kann dann bald von den Tücken der US- Bürokratie berichten.
Ich, Stephan, Vicky, Fabienne
Andi schiebt ne ruhige Kugel
Spaziergang in New Bern
Essen in meiner Bude
Wir treffen uns öfters mal, um zusammen zu kochen. Diesmal bei mir in der Kitsch-Küche:
Das waren die ersten drei Wochen. Die normale "Urlaubszeit" ist jetzt vorbei und wahrscheinlich kehrt jetzt bald etwas Routine ein. Und man fängt an sich Gedanken zu machen, was man zuhause so alles verpassen wird... Wichtige Geburtstage, Schwangerschaft der Freundin, tägliche Erlebnisse der Freunde und Familie, Sommer am Bodensee, Einschulung von Simon...
Du Gemeini, du! Bei dem letzten Satz musste ich ja fast heulen :)
AntwortenLöschenHey Vroni,
AntwortenLöschencooler Blog mit tollen Bildern, hab ihn schon ganz oben bei meinen Favourites gespeichert.
Macht echt Spaß zu verfolgen, was du so treibst....also weiter so!
Liebe Grüße
Antonia